Wie merke ich mir die Notennamen?
Mit wenigen Ankern und viel echter Musik, nicht mit einer längeren Eselsbrücke. Merksprüche helfen in der ersten Woche und werden danach zur Bremse, weil du jedes Mal den ganzen Spruch durchgehst, statt die Position zu sehen.
Warum Eselsbrücken irgendwann bremsen
Ein Spruch ist eine Übersetzung: Position, dann Spruch, dann Buchstabe, dann Taste. Das sind drei Schritte zu viel. Flüssige Leser haben diesen Umweg abgebaut, sie sehen die Position und greifen.
Nutze sie also bewusst als Gerüst, das wieder verschwinden soll, und nicht als Ziel.
Die deutschen Merksprüche, wenn du sie brauchst
Im Violinschlüssel liegen auf den Linien E G H D F und in den Zwischenräumen F A C E. Im Bassschlüssel sind es auf den Linien G H D F A und dazwischen A C E G.
Achtung, und das ist der häufigste Stolperstein für Umsteiger: Im deutschen System heißt der siebte Ton H, nicht B. Das englische B ist unser H, und unser B ist im Englischen B flat. Notalune kann beide Systeme anzeigen, du stellst es einmal ein.
Was wirklich hängen bleibt
Drei Dinge, in dieser Reihenfolge:
- Anker statt Reihen. Zwei oder drei Noten, die sofort sitzen.
- Abstände. Terz, Quinte, Oktave als Bild erkennen, nicht ausrechnen.
- Wiederholung an Stücken, die du hören willst. Was dich interessiert, wiederholst du freiwillig, und Wiederholung ist der ganze Trick.
Wenn Namen zwischendurch wieder verschwinden, ist das ein Terminproblem, kein Talentproblem: Ich vergesse ständig Noten.
Geschrieben vom Macher von Notalune, der iOS-App, die dafür sorgt, dass eine vergessene Note dein Üben nicht mehr stoppt: Fotografiere deine eigenen Noten und die Namen erscheinen direkt an den Noten. Jeder Scan beginnt mit einer Schlüsselprüfung, denn ein falscher Schlüssel würde alles falsch benennen. Ist sich die App nicht sicher, bleibt die Note leer, statt geraten zu werden, und du blendest alle Namen mit einem Tipp aus, wenn du allein lesen willst. Mehr Leitfäden in der Lernecke · Fragen: support@notalune.com.