Was machen Kreuze und Bs am Zeilenanfang mit den Notennamen?
Sie ändern bestimmte Töne im ganzen Stück, nicht nur dort, wo sie stehen. Ein Kreuz auf der F-Linie am Anfang heißt: Jedes F in diesem Stück ist ein Fis, in jeder Oktave, bis etwas anderes dasteht.
Warum das am Anfang verwirrt
Weil das Vorzeichen einmal ganz links steht und dann für Noten gilt, die weit rechts und in ganz anderen Lagen stehen. Anfänger prüfen deshalb jede Note einzeln und werden langsam.
Der Denkfehler ist, das Vorzeichen als Eigenschaft der einzelnen Note zu sehen. Es ist eine Eigenschaft der Tonart, also des ganzen Stücks.
Wie du es praktisch liest
- Einmal am Anfang merken, welche Töne betroffen sind, und zwar als kurze Liste: „Fis und Cis".
- Die Reihenfolge hilft. Kreuze kommen immer in derselben Folge: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais. Bs genau umgekehrt: B, Es, As, Des, Ges.
- Versetzungszeichen im Takt gelten nur bis zum Taktstrich und schlagen das Vorzeichen so lange.
Denk daran: Im deutschen System heißt das erniedrigte H nicht B-flat, sondern schlicht B, und das unveränderte ist das H. Wer aus englischsprachigem Material lernt, stolpert hier zuverlässig.
Der schnellste Weg zur Sicherheit
Spiel die Tonleiter der Tonart einmal, bevor du das Stück liest. Zwanzig Sekunden, und deine Hand kennt die veränderten Töne, bevor dein Auge sie prüfen muss. Genau deshalb lohnt sich Tonleiterüben auch für Leute, die Tonleitern langweilig finden.
Geschrieben vom Macher von Notalune, der iOS-App, die dafür sorgt, dass eine vergessene Note dein Üben nicht mehr stoppt: Fotografiere deine eigenen Noten und die Namen erscheinen direkt an den Noten. Jeder Scan beginnt mit einer Schlüsselprüfung, denn ein falscher Schlüssel würde alles falsch benennen. Ist sich die App nicht sicher, bleibt die Note leer, statt geraten zu werden, und du blendest alle Namen mit einem Tipp aus, wenn du allein lesen willst. Mehr Leitfäden in der Lernecke · Fragen: support@notalune.com.